Lieber Jo,
Sandra Lau hat in einem Ihrer Videos darauf hingewiesen, dass wir einmal darauf achten sollen, welche Tiere uns umgeben. Nicht nur physisch, sondern auch geistig. Denn wir sind auch von geistigen Tierwesen umgeben.
Da stellt sich auch die Frage nach dem Krafttier. Für mich ist das ein interessantes Thema, ich habe mich aber noch nie darum bemüht, mein Krafttier kennenzulernen. Natürlich denkt man dabei meist an ein Tier, das ganz offensichtlich Kraft ausstrahlt, das legt das Wort nahe. Also ein Bär, ein Löwe, ein Elefant, ein Pferd, ein Bär, ein Delfin. Das sind wahrscheinlich beliebte Krafttiere und man denkt nicht daran, dass auch eine Gans, ein Rabe oder eine Fledermaus eine kraftvolle Ausstrahlung hat.
Bei Sandras Frage ging es aber nicht (nur) um das Krafttier. Da ich ihre Videos meistens nebenbei in der Küche anschaue, waren meine Gedanken dazu ebenso nebenbei. Ich stellte mir nur vor, wie vielleicht eine starke Raubkatze mich geistig begleitet, und der Gedanke gefiel mir, ich traute mich aber nicht, ihn zu glauben. Eben nach dem Motto: Das würde sich ja jeder aussuchen – warum soll ausgerechnet ich von einer schönen Raubkatze begleitet werden. Das Thema Selbstwertgefühl wieder einmal …
Ich bin überhaupt ein Katzenliebhaber, also gefallen mir Raubkatzen natürlich erst recht. Oft habe ich mir schon darüber Gedanken gemacht, welche Raubkatze ich eigentlich am liebsten mag. Manchmal denke ich, der Tiger, also die größte Raubkatze, ist der Schönste. Manchmal denke ich an den Geparden mit seiner wunderschönen Maske. Immer wieder habe ich auch den Wunsch, mich mit Bildern von Raubkatzen in meinem Wohnbereich zu umgeben. Tue es aber eigenartigerweise nicht.
Am selben Abend schickte mir mein Mann (zufällig, haha) ein herzöffnendes Tiervideo. Eines dieser Videos, in denen die uvorstellbarsten Tiere ein inniges Verhältnis zum Menschen haben. Und da tauchte plötzlich auch der Gepard auf. Es traf mich wie ein Schlag und mir kamen sofort Freudentränen, während ich beobachtete, wie der Gepard mit dem Kopf einer Frau schmuste und ihre Haare abschleckte.
Tränen sind immer ein Zeichen. Vielleicht ein Zeichen der Seele. Ein Zeichen, dass hier die ganz eigene Wahrheit liegt.
Und so habe ich Dich entdeckt, lieber Jo. Dass Du mein geistiger Gepard bist, der stets an meiner Seite ist.
Danke, dass Du Dich mir auf diese eindeutige Art und Weise vorgestellt und gezeigt hast. Es macht so viel Spaß mit Dir! Du gehst fast überall mit mir hin, liegst rum, wenn es langweilig bei mir ist, fährst mit mir im Auto mit oder läufst lieber hinterher, je nachdem.
Ich liebe Dich! Du tust mir gut!
Und als ich Dich gefragt habe, wie Dein Name ist, kam recht schnell die Antwort: Jo. Ich habe mich darüber gewundert, dass Du englisch ausgesprochen werden willst. Aber er gefällt mir, Dein Name. Und wenn ich will, darf ich ihn auch aussprechen und Joseph sagen.
Auf viele schöne gemeinsame Momente, lieber Joseph, und herzlich willkommen in meinem Leben! (Auch Dein Gefährte, denn Du bist ja ein geselliges Tier!)
Deine Moni