Musik-Engel

Meine lieben Musik-Engel,

Ihr wisst ja, wir haben einen Deal. Wenn ich die Playlist meiner 360 Lieblingssongs auf Spotify aufrufe und auf zufällige Wiedergabe tippe, dann habt Ihr den Auftrag, die Auswahl und Reihenfolge der Lieder so zu lenken, wie ich es in dem Moment brauche. Das bedeutet zum Beispiel, dass sie gerade zu meiner Stimmung passen oder meine Stimmung in eine andere Richtung lenken sollen. Natürlich ist es wichtig, ob ich gerade etwas Beruhigendes oder etwas, das meinen Körper tanzen lässt, etwas zum Mitsingen oder eine Botschaft für die Seele brauche. Ob ich vielleicht an bestimmte Zeiten, Situationen, Menschen erinnert werden darf? Ob sogar eine Botschaft von Herz zu Herz dahintersteckt? Ich freue mich immer wieder auf das nächste Lied, das ist so spannend für mich. Und ich habe absolutes Vertrauen in Euch, dass Ihr meinen Auftrag stets ausführt, sobald ich die Shuffle-Taste drücke.

Gestern habt Ihr mir ein besonderes Erlebnis geschenkt. Ich war unterwegs zu meiner Freundin. Eine Stunde Autofahrt. Es gab Neuschnee. Wir waren allein unterwegs: ich, der Konrad (das Auto), Spotify und Ihr (meine Musikengel). Es war so wunderbar romantisch. Ich lauschte abwechselnd der Musik oder machte sie leise und lauschte dem Fahrgeräusch auf dem Neuschnee. Dabei kamen mir unzählige Dankbarkeitsgedanken. Teilweise kamen mir die Tränen vor Freude über alles Mögliche. Mit der Musikauswahl war ich AUCH sehr zufrieden.

Der Tag mit meiner Freundin war dann ebenso wunderbar. Gutes Essen, gute Gespräche, Besuch beim Pferd, romantischer Winterwald-Spaziergang.

Auf dem Nachhauseweg, der ebenfalls wieder eine Stunde dauerte, waren die Straßen wieder schneefrei und es war nicht mehr ganz so romantisch. Trotzdem eine angenehme, sichere Fahrt.

Kurz vor der Ankunft zu Hause, es waren noch vier Kilometer innerhalb der Ortschaft mit Ampeln, merkte ich, dass mich die Lieder auf der Heimfahrt nicht ganz so berührt hatten, wie auf der Hinfahrt, und sagte zu Euch:

„Jetzt braucht es aber zum Schluss noch ein Lieblingslied, bitte.“

Und das Lied, das gerade lief ging schön langsam zu Ende und ich war wieder gespannt wie ein Pfeilbogen, ob und wie mir mein Wunsch nun erfüllt wird, und ob überhaupt noch genügend Zeit ist, einen ganzen Song zu hören.

Und da geschah nach meinem Empfinden ein WUNDER.

Die ersten Gitarrenklänge von „Kaleidoskop“ ertönten. Ich konnte es kaum fassen. Denn ich habe nicht oft in meinem Leben so ein richtiges Lieblingslied gehabt. Aber nun schon seit eineinhalb Jahren genau dieses.

Vor Dankbarkeit für diese Geste von Euch, liebe Engel, bin ich wieder in Tränen ausgebrochen.

Und das ist noch nicht alles. Ist noch genügend Zeit für dieses ganze Lied, habe ich mich gefragt.

Ja, es war Zeit. Denn das letzte Wort des Songs, „immer“, hallte genau in dem Moment aus den Lautsprechern, in dem ich in unsere Einfahrt hineinfuhr.

Danke danke, liebe Engel für dieses Erlebnis und die Bestätigung Eures Daseins und Eures Wirkens.

Bitte macht weiter so! Ich freue mich schon auf viele weitere solch bewegenden Momente mit Euch und durch Euch!

Eure Musik-Moni

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